Tränke
Wie schon aus der DSZ .../02 zu entnehmen (Wasserfass auf
Wohnwagengestell), war es notwendig, eine „Dosierung" für das
Wasser zu bekomen. Eine feste Tränke am Fass hätte bedingt, dass
der Wagen direkt auf der Weide steht; ein Nachfüllen bzw. Abholen
hätte immer die Öffnung der Koppel nach sich gezogen. Ich wollte
jedoch einerseits in der Lage sein, den Wagen einfach anzukoppeln
und dann wegfahren, um Wasser zu holen. Andewrerseits sollte in der
Tränke selbst immer frisches Wasser sein. Somit blieb nichts
anderes übrig, als vom Wasserfass einen Schlauch unter den E-Zaun
auf die Wiese zu legen. Und dann? Mir schwebte so was ähnlich wie
der Vorratsbehälter der Toilettenspülung vor, d.h. der Zulauf des
Wassers in den Vorratsbehälter wird durch ein Schwimmerventil
geregelt.
Bei einem gut sortierten Betrieb habe ich noch so ein Gestänge mit
Schwimmer bekommen. Ein ausrangierter Kanister (sollte nicht unter
30l sein) wird aufgeschnitten, ein Loch gebohrt, Schlauch bzw.
Ventil ein gebaut – fertig.

Der Kanister wurde über dem Schwimmer nicht komplett
aufgeschnitten, also ein Steg gelassen, um den Schafen möglichst
wenig Angriffs- bzw. Spielfläche zu bieten.
Anfängliche Bedenken bezüglich des Umwerfens, umherstoßen auf der
Wiese oder ähnliche Horrorszenarien: sie haben sich nicht erfüllt.
Hin und wieder kann es mal passieren, dass durch Algenablagerungen
das Ventil nicht richtig schließt und Wasser über- bzw. ausläuft
oder dass der Schwimmer verschoben wird – dies ist aber wirklich
selten. Eher kommt kein Wasser durch, weil das Ventil verstopft
ist. Es ist darauf zu achten, dass wegen der Ablagerungen kein
durchsichtiges Schlauch-Material genommen wird.
Im Winter friert das Wasser je nach Temperatur ein. Die Schafe
lecken sich aber das Wasser-Eis raus. Es muss dann für wenige Tage
auf warmes Wasser von zu Hause zurückgegriffen werden.
Alles im allem eine preiswerte Geschichte, die aber nicht ewig
hält. Die Böcke bzw. einer hat es schon auf Grund seines
Spieltriebes geschafft, das Plastik zum reissen zu bringen;
demnächst ist eine neue Tränke fällig.
©Peter E. Heinze, 03.02.2002
